Verleihung Niethammer Preis 2011
Herr Prof. Dr. Hermann Müller (Oldenburg) wurde am 4. November auf der GPOH Tagung in Frankfurt mit dem Dietrich-Niethammer-Preis 2011 der GPOH ausgezeichnet, dem Preis für nachhaltige Entwicklungen in der pädiatrischen Onkologie.

(v.l.n.r.: Preisträger Prof. Dr. Hermann Müller, Peter Pfuhlmann Geschäftsbereichsleitung Pierre Fabre Onkologie, Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Niethammer, Prof. Dr. Thomas Klingebiel Vorsitzender der GPOH)
Der Preis wurde erstmalig verliehen um damit einen Wissenschaftler zu würdigen, der durch sein nachhaltiges Engagement und seine wissenschaftlichen Leistungen der deutschen Kinderonkologie neue Impulse und Antrieb gibt.
Der Preis ist mit 5000 € dotiert und wird von Pierre Fabre Deutschland gestiftet.
H. Müller kümmert sich insbesondere um die Versorgung von krebskranken Kindern im großen ländlichen Einzugsgebiet Weser-Ems. Er hat das Netzwerk zur Koordination der ambulanten Versorgung „Verbund PädOnko Weser-Ems“ 2001 ins Leben gerufen und damit den Betroffenen lange Anfahrtswege und stationäre Kurzaufenthalte erspart. Der „Verbund PädOnko Weser-Ems“ sichert eine qualitativ hochwertige ambulante Versorgung und hat damit Modellcharakter auch für andere Einzugsgebiete.
H. Müller engagiert sich außerdem für Patienten mit Kraniopharygeom. Er ist Leiter der gleichnamigen Studie. 2011 hat er den ersten internationalen Interdisciplinary Postgraduate Course on Childhood Craniopharyngioma ins Leben gerufen und wissenschaftlich geleitet. Für Patienten mit Kraniopharyngeom veranstaltet die Deutsche Kinderkrebsstiftung jährliche Treffen, die von H. Müller geleitet werden. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen stammen von ihm und seiner Arbeitsgruppe.
Das Projekt „Verbund PädOnk Weser-Ems“ wurde 2009 mit dem Nachsorgepreis der Deutschen Kinderkrebsnachsorgestiftung ausgezeichnet. 2007 erhielt H. Müller den Förderpreis der Niedersächsischen Krebsgesellschaft und 2010 den Best Practice Award der Deutschen Krebsgesellschaft.