Leukämien & Lymphome

1. Was ist eine Leukämie?

 

Der Begriff "Leukämie" steht für eine Gruppe von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Die Erkrankung ist in der Regel durch eine stark erhöhte Zahl weißer Blutzellen (Leukozyten) charakterisiert.

 

Leukämien entstehen, wenn es zu Störungen im normalen Reifungsprozess der Leukozyten im Knochenmark oder in den lymphatischen Organen kommt. In Folge dieser Störung entstehen unausgereifte weiße Blutzellen, die in der Regel nicht funktionsfähig sind und sich rasch und unkontrolliert vermehren.

 

Durch die Vermehrung der funktionsuntüchtigen Leukämiezellen kommt es häufig zu einer Verdrängung der normalen blutbildenden Knochenmarkszellen, mit der Folge verringerter normaler Zellen im Blut. Dies wiederum kann zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, Blutarmut (Anämie) sowie zu einer erhöhten Blutungsneigung führen.

 

Abhängig von der Art der blutbildenden Zellen, aus denen die Leukämie entstanden ist, unterscheidet man im Wesentlichen die folgenden 4 Leukämiearten:

  • akute myeloische Leukämie (AML)
  • akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • chronische myeloische Leukämie (CML)
  • chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Daneben existieren noch die sog. Myelodysplastisches Syndrome (MDS), die ggf. in eine akute Leukämie übergehen können.

 

2. Was ist ein Lymphom?

Unter dem Begriff "maligne Lymphome" werden diverse bösartige Erkrankungen, die vom lymphatischen System ausgehen, zusammengefasst. Das lymphatische System dient der Abwehr von Krankheitserregern und umfasst insbesondere die Lymphknoten und die Milz; jedoch finden sich auch in vielen anderen Organen lymphatische Zellen (z.B. Magen-Darm-Trakt etc.) 

 

Maligne Lymphome sind keine einheitliche Erkrankung. Es existieren mindestens 30 verschiedene Unterarten. Im Wesentlichen werden die folgenden 3 Gruppen unterschieden:

  • Morbus Hodgkin
  • indolente (niedrig-maligne) Non-Hodgkin-Lymphome
  • aggresive Non-Hodgkin-Lymphome

 

Ergänzungen zu dieser Seite folgen in Kürze.