Brustkrebs

Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs werden oft von einem Halbwissen über ihre Erkrankung und von entsprechenden Befürchtungen gequält. Dabei kann es zu Angst und Depressionen kommen, die nicht selten auch zum Therapieabbruch führen. Hier hilft eine sachgemäße Aufklärung, diese Ängste aufzulösen und neue Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. 

Über Brustkrebs

Auch der Prozess der Krankheitsverarbeitung wird erst durch eine umfassende Aufklärung möglich. Je besser eine Patientin aufgeklärt ist, desto besser ist es ihr möglich an der vorgeschlagenen Therapie mitzuarbeiten. Doch auch bei jedem guten Aufklärungsgespräch bleiben zwangsläufig noch Fragen offen.

Der Brustkrebs (Mammakarzinom) ist in der westlichen Welt die häufigste bösartige Tumorerkrankung. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 60.000 Frauen an Brustkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei ca. 65 Jahren, wobei etwa jede fünfte Patientin zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50 Jahre alt ist. 

Eine besondere Problematik stellt insbesondere die metastasierende Erkrankung dar, bei der Krebszellen streuen und Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. 

Das Ausmaß, in dem vor allem Fernmetastasen - d.h. Metastasen in anderen Organen als der Brust - auftreten, bestimmt im Wesentlichen das Fortschreiten der Erkrankung. Bei einem metastasierenden Mammakarzinom wird man genau darauf achten, wie früh nach einer Operation und ergänzenden Behandlungen Metastasen aufgetreten sind und wie umfangreich diese Metastasierung ist. 

Diese Aspekte, die Aussagen über das Verhalten und die Ausbreitungstendenz des Tumors ermöglichen, tragen in größerem Ausmaß zur Prognose bei als die Intensität oder die Art einer bestimmten Therapie.  Entscheidend sind aber auch individuelle Merkmale und die Situation der Patientin:

  • In welchem Alter ist die Betroffene?
  • Hat sie weitere Erkrankungen, gegen die sie z.B. regelmäßige Medikamente einnehmen muss?
  • Liegen die Wechseljahre (Klimakterium) bereits hinter ihr?
  • Wie ist ihre allgemeine Verfassung zum Zeitpunkt der Diagnose?
  • Wie wird sie eine bestimmte Therapie und ihre Nebenwirkungen körperlich und psychisch verkraften?
  • Welche Behandlungen gingen voraus?

Eine "Heilung" im eigentlichen Sinne kann beim metastasierenden Mammakarzinom nicht erreicht werden. Das Ziel der Behandlung ist es, den betroffenen Frauen ein möglichst langes Leben zu erhalten, das sie nicht nur weitgehend beschwerdefrei, sondern auch mit größtmöglicher Lebensqualität verbringen können.